Wie digital ist die Rechtsmedizin in Deutschland aufgestellt? Wie funktioniert die Dokumentation von Fällen? Und was hat das alles mit dem elektronischen Rechtsverkehr zu tun? Um diese und weitere Fragen zu beantworten, ist EITCO eine Kooperation mit dem bekannten Gerichtsmediziner Prof. Dr. Michael Tsokos eingegangen. Näheres dazu erfahren Sie in diesem Beitrag.

Gerichtsmediziner Prof. Dr. Tsokos im EITCO-Interview

Über die Kooperation

Um auf die Bedeutung und den Nutzen digitaler Lösungen für die Rechtsmedizin aufmerksam zu machen, ist EITCO eine Kooperation mit dem Gerichtsmediziner Prof. Dr. Michael Tsokos eingegangen. Dieser zählt zu den bekanntesten Rechtsmedizinern Deutschlands und leitet seit 2007 das Institut für Rechtsmedizin der Charité in Berlin. Im Rahmen der Kooperation gab Tsokos in einem Live-Interview einen Einblick hinter die Kulissen kriminaltechnischer Labore und sprach über die digitale Gegenwart und Zukunft der Rechtsmedizin in Deutschland. Übertragen wurde das Interview über Instagram Live am 09. September 2022. Die Moderation übernahm Jens Lehmann, einer der beiden EITCO-Geschäftsführer.

Sie haben das Interview verpasst? Kein Problem! Im Instagram-Profil von EITCO können Sie die Aufnahme nachträglich anschauen – hier geht’s zum Post.

Wie sieht der Alltag in kriminaltechnischen Laboren aus? Um diese Frage möglichst anschaulich zu beantworten, brachte der Gerichtsmediziner Prof. Dr. Tsokos für das Live-Interview mit EITCO einen ganz konkreten Fall mit – die Ermittlungen um den sogenannten „Puzzle-Mörder”, der 2012 in Berlin für Aufsehen sorgte. Vom ersten Anruf hin zum Gerichtsprozess – Im Gespräch mit Jens Lehmann schildert Prof. Dr. Tsokos, wie die Ermittlungen abliefen, und inwiefern TV-Klischees über Rechtsmediziner an der Realität vorbeigehen.

Digitalisierung der deutschen Rechtsmedizin – „Es gibt noch sehr viel Luft nach oben”

Ein Fokusthema im Live-Interview war die Digitalisierung der Rechtsmedizin in Deutschland. Im Fazit bemerkt der Gerichtsmediziners Prof. Dr. Tsokos hierzu: „Es ist noch sehr viel Luft nach oben.” Zuvor schilderte der Gerichtsmediziner, wie etwa Aufträge zur Obduktion von der Staatsanwaltschaft übermittelt werden – „Da geht tatsächlich jeden Nachmittag eine Justizangestellte mit den Akten vom Kriminalgericht, wo die gerichtliche Obduktion angeordnet wurde, zu uns in die Rechtsmedizin. So kommen die Informationen rüber.” An einer anderen Stelle sagt Tsokos: „Wir haben Revolutionen in der Rechtsmedizin gehabt – DNA-Analyse, Computertomografie, Haaranalysen – aber was die Dokumentenablage und Kommunikation anbelangt sind wir in den 60er/70er Jahren stehen geblieben.”

Mit seinen Aussagen zur Digitalisierung in der Rechtsmedizin beschreibt Tsokos einen Zustand, der auch in anderen Branchen den Alltag in Deutschland prägt. Ob in der Gerichtsmedizin, in der öffentlichen Verwaltung, im Gesundheitswesen oder in der Justiz: Vielerorts ist eine Digitalisierung zwar im Gange, allerdings geschieht sie äußerst langsam – und dass, obwohl es mittlerweile diverse digitale Lösungen auf dem Markt gibt, mit denen sich zunehmend viele Prozesse elektronisch abbilden lassen. Bevor diese verstärkt genutzt werden, scheint zunächst eine Umstellung im Mindset nötig zu sein.

Lesetipp:

Mehr Infos zum Thema Digitalisierung in Deutschland gefällig? In einem separaten Beitrag berichten wir über den aktuellen Digitalisierungsstand in der Justiz. Hier geht’s zum Beitrag

EITCO sagt Danke!

Für die erfolgreiche Medienkooperation möchten wir uns herzlich bei Prof. Dr. Tsokos bedanken! Durch das Live-Interview haben sowohl wir von EITCO wie auch die Zuschauenden viele neue Eindrücke dazugewinnen können. In welchem Tempo und inwieweit die Digitalisierung der Rechtsmedizin in Deutschland weiter voranschreiten wird, bleibt abzuwarten. Als Digitalisierungsexperten werden wir den weiteren Fortschritt gespannt verfolgen und stehen gerne unterstützend bereit, um Gerichtsmedizinern wie Prof. Dr. Tsokos den Arbeitsalltag künftig noch weiter zu erleichtern.

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EITCO Team mit Prof Dr Tsokos