arveo secom business: Der Tarif für Unternehmen und Organisationen

Zahlreiche Kundengespräche haben ergeben, dass arveo secom für das elektronische Bürger- und Organisationenpostfach (eBO) insbesondere für Unternehmen und Organisationen viele Vorteile bietet und neue Nutzungsmöglichkeiten eröffnet. Um zukünftig noch besser auf die Anforderungen von Unternehmen und Organisationen für einen Zugang zum elektronischen Rechtsverkehr (ERV) via eBO eingehen zu können, wurde der Tarif „arveo secom business“ entwickelt.

Warum der Einsatz eines Business-Tarif für Ihr Unternehmen sinnvoll ist

Unternehmen und Organisationen haben eine Vielzahl von organisatorischen Anforderungen und Datenschutzvorgaben. Während es aus Sicht der Justiz nur einen Postinhaber je eBO gibt, stehen Unternehmen oftmals vor der Herausforderung, dass mehrere Mitarbeitende Zugriff auf das Unternehmenspostfach benötigen. Das Anlegen von mehreren eBO-Postfächern ist nach §10 ERVV Abs. (3) möglich und dann sinnvoll, wenn ein Unternehmen Haupt- und Nebenstandorte oder unterschiedliche Abteilungen hat, die besondere Nebenpostfächer benötigen, etwa weil Postfachinhalte nicht gegenseitig eingesehen werden sollen. Das Teilen eines Zugangs ist oftmals keine geeignete Lösung und aus Compliance Gründen nicht gestattet. Bei der Verwendung von mehreren Postfächern muss der Postfachinhaber für jedes eBO so bezeichnet werden, dass eine Verwechslung ausgeschlossen ist.

 

arveo secom business Tarif Grafik
Business-Konto arveo secom

Datenschutz und Compliance: Was muss ich beachten? 

Steht lediglich ein Postfachzugang zur Verfügung, so sind Unternehmen gezwungen, vertrauliche Zugangsdaten an mehrere Mitarbeitende weiterzugeben. Das ist oft nicht erlaubt. Mit dem Einsatz eines Business-Tarifs und der damit einhergehenden Einführung von Mitbenutzern wird eine Datenschutzfolgeabschätzung (DSFA) mit positivem Ergebnis ermöglicht und ein sicherer Zugriff auf das eBO durch mehrere Mitarbeitende gewährleistet. Damit erhalten die Mitbenutzer eigene Zugangsdaten zum Unternehmenspostfach, können alle Nachrichten einsehen, haben jedoch eingeschränkte Rechte bei den Kontoeinstellungen.
 

So funktioniert die Einrichtung der Mitbenutzer 

Der Postfachersteller kann Mitbenutzer für das Unternehmen in arveo secom anlegen und verwalten. Dies erfolgt über die individuellen E-Mail-Adressen der Mitarbeitenden, die sich anschließend eigenständig im System registrieren. Auch die Zweifaktor-Authentifizierung generieren die Mitarbeitenden mithilfe einer Authenticator-App oder einem externen Gerät ganz einfach selbst. Beim Versand von Nachrichten wird automatisch protokolliert, welcher Mitbenutzer die Nachricht gesendet hat.

Kosten und Leistungsumfang des Business-Tarifs  

Die Nettokosten für die Einrichtung eines Unternehmenspostfachs im Business-Tarif betragen: 

  • 49,95 € netto pro Monat für das Postfach und 1 Nutzer
  • 9,95 € netto pro Monat für jeden weiteren Mitbenutzer (optional)
  • Einmalige Einrichtungsgebühr pro Postfach: 201,68 € netto (gilt für alle Tarife)
Detaillierte Tarifinformationen können Sie hier einsehen.
 

Beispiel: Ein Unternehmen benötigt ein Postfach mit 300 Sendungen pro Monat und vier Abteilungen (HR, Mahnabteilung, Produktion, Buchhaltung). Neben den monatlichen Grundkosten von 49,95 € netto entstehen weitere Kosten für vier Mitbenutzer in Höhe von 39,80 € netto pro Monat. Der Gesamtpreis beträgt monatlich 89,75€ netto zzgl. einmaliger Einrichtungskosten von 201,68 € netto.

Für weitere Nebenpostfächer entstehen analog Kosten für die monatliche Gebühr sowie ggf. für Mitbenutzer und die einmalige Einrichtungsgebühr je Nebenpostfach. Darüber hinaus können optional eIDAS-konforme qualifizierte Fernsignaturen für 1,39 € netto je Signatur und Message-Upgrades zur Erweiterung des Sendevolumens um 20 weitere Nachrichten für 21,01 € netto dazu gebucht werden. Die Signaturfunktion setzt ein Konto bei D-Trust voraus. Weiterführende Informationen zur Signaturfunktion erhalten Sie im Blogartikel. Für höhere Sendevolumen bieten wir Ihnen auf Anfrage individuelle Tarife an.

Unser Angebot: Onboarding-Service und weitere Beratungsleistungen

EITCO stellt Ihnen einen Onboarding-Service und umfassende Unterstützung bei der Einrichtung des Zugangs zum eBO in arveo secom zur Verfügung. Der Zugang wird in einer Videokonferenz gemeinsam eingerichtet und bei der Registrierung des eBO auf der Seite der Justiz begleitet. Nach der erfolgreichen Registrierung wird, sofern erforderlich, der Antrag für die Bestellungskörperschaft erstellt, welcher anschließend an das Gericht gesendet werden kann. Diese Zusatzleistung bietet EITCO Ihnen für nur einmalig 149,95 € inkl. MwSt. an. Wenn Sie vom Onboarding-Service profitieren möchten, muss die Buchung der Einrichtungshilfe in jedem Fall vor der Ersteinrichtung erfolgen. Nur so kann der gesamte Prozess begleitet werden. Über Ihren Internetbrowser unter www.arveo-secom.de ist die eigenständige Postfacheinrichtung alternativ möglich.

Für größere Büros, Vereine, Unternehmen oder sonstige Organisationen, die die Einführung des elektronischen Behördenpostfachs planen, bieten wir Ihnen weitere Beratungsleistungen an. Dazu gehören zum Beispiel die Erarbeitung von Lösungsvorschlägen und Strategien zur technischen und organisatorischen Umsetzung sowie zur Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Standards im Zusammenhang mit dem elektronischen Rechtsverkehr.Vertrauen Sie auf die Expertise von EITCO, um einen reibungslosen Übergang zum elektronischen Rechtsverkehr zu gewährleisten und alle Anforderungen effizient zu erfüllen.Wir stehen Ihnen bei der Umsetzung oder mit Beratungsleistungen gerne zur Verfügung. Hier können Sie unsere Leistungen anfragen. Das Informationsblatt „arveo secom business“ finden Sie hier

Signaturen im elektronischen Rechtsverkehr (ERV): Ihre Bedeutung und Anwendung

Viele Schriftformerfordernisse sind laut Gesetzgeber mittlerweile aus den Gesetzen entfernt. So ist etwa bei der Kommunikation mit Verwaltungen im Bereich der Sozialgesetzgebung nach § 36a SGB I keine Signatur mehr erforderlich, sofern ein sicherer Übermittlungsweg gemäß § 130a Absatz 4 ZPO wie zum Beispiel das elektronische Bürger- und Organisationenpostfach (eBO) genutzt wird. Auch für den regulären Verwaltungsbereich nach § 3a VwVfG und den gerichtlichen Bereich nach § 130a Absatz 3 ZPO gilt diese Regelung. Sowohl im Sozialgesetzverfahren als auch im Familienverfahren und im Verwaltungsverfahren wird der § 130a ZPO als Referenz für die digitale Kommunikation verwendet.

Warum kann eine Signatur dennoch erforderlich oder gewünscht sein?

Nach § 126 und § 126a BGB bestehen weiterhin Vorgaben für Signaturen, zum Beispiel bei der Unterzeichnung von Heim- und Mietverträgen. Auch bei der Weitergabe von Gutachten und Übersetzungen kann eine Signatur den Ersteller dieser Dokumente eindeutig zuordnen. Zudem befindet sich auf dem Dokument dann ein Zeitstempel, der das eindeutige Datum und die Uhrzeit der Signatur festlegt. Hierzu ist eine qualifizierte elektronische Signatur (QES) von einem vertrauenswürdigen Anbieter erforderlich.

Arten von Signaturen

Die gesetzliche Grundlage für elektronische Signaturen bildet die europäische eIDAS-Verordnung. Sie sorgt in der EU für einen einheitlichen und rechtlichen Rahmen für sogenannte Vertrauensdienste, einschließlich elektronischer Signaturen. Abhängig von den Sicherheitsanforderungen und der rechtlichen Wirkung wird zwischen drei unterschiedlichen Signaturarten unterschieden: die einfache elektronische Signatur (EES), die fortgeschrittene elektronische Signatur (FES) und die qualifizierte elektronische Signatur (QES).

Die einfache elektronische Signatur (EES)

Die einfache elektronische Signatur (EES) besteht aus Daten in digitaler Form, die anderen digitalen Daten beigefügt oder logisch mit ihnen verbunden sind. Ein typisches Beispiel ist die E-Mail-Signatur sowie auch eingescannte Unterschriften, die als Grafiken in Dokumenten eingefügt werden. Obwohl einfache elektronische Signaturen weit verbreitet sind, können sie von der Empfängerseite oder Dritten nicht validiert werden und bieten daher keine Sicherheit in digitalen Prozessen.

Die fortgeschrittene elektronische Signatur (FES)

Die fortgeschrittene elektronische Signatur (FES) bietet ein höheres Sicherheitsniveau und erfüllt folgende Anforderungen: Sie ist der unterzeichnenden Person eindeutig zugeordnet und ermöglicht deren Identifizierung. Außerdem ist sie mit elektronischen Mitteln erstellt und wird durch eine Freigabe mittels einer Zweistufigen-Authentifizierung ausgelöst. Nachträgliche Änderungen oder Manipulation sind bei dieser Signatur erkennbar, da sie mit den unterzeichneten Daten verbunden ist. Um die Integrität der Daten zu schützen und die Authentizität des Signaturinhabers zu gewährleisten, kommen in der Praxis kryptografische Verfahren zum Einsatz. Dies sorgt dafür, dass die Identität der unterzeichnenden Person von der Empfängerseite oder Dritten vollständig nachvollzogen und validiert werden kann.

Die qualifizierte elektronische Signatur (QES)

Die qualifizierte elektronische Signatur (QES) bietet die stärkste Rechtswirkung und eine maximale Sicherheit, die für viele Verträge und Dokumente im deutschen Gesetz vorgeschrieben sind. Somit entspricht ausschließlich die qualifizierte elektronische Signatur dem gesetzlich vorgeschriebenen Schriftformerfordernis und kann damit die handschriftliche Unterschrift in diesen Fällen ersetzen. Bei der QES wird die Identität des Signaturinhabers von einem Vertrauensdienstanbieter, wie zum Beispiel der D-Trust GmbH, einem Unternehmen der Bundesdruckerei bestätigt. Für die Empfängerseite oder auch Dritte ist die Identität somit jederzeit validierbar und das signierte Dokument kann nicht unbemerkt verändert oder die Signatur auf ein anderes Dokument übertragen werden. Dies gewährleistet die Integrität des Dokuments.

Integration in arveo secom

Über die Signaturintegration können Sie Dokumente aus arveo secom heraus direkt qualifiziert signieren und das ohne zusätzlichen Hardware-Aufwand. Die QES-Funktion wird in Zusammenarbeit mit D-Trust bereitgestellt. Dabei werden ausschließlich eIDAS-konforme, qualifizierte elektronische Signaturen (QES) von D-Trust verwendet und Sie benötigen keine Signaturkarte oder Kartenleser. Die Kosten pro Signatur sind abhängig vom gewählten Tarif. Voraussetzung für die Nutzung der Signaturintegration ist ein sign-me Account beim Diensteanbieter D-Trust, der nach der Buchung für Sie in arveo secom hinterlegt wird. Wenn Sie bereits über einen sign-me Account verfügen, können Sie diesen weiterhin in arveo secom nutzen. Andernfalls können Sie sich über arveo secom einen neuen sign-me Account anlegen. Die Einrichtung eines neuen sign-me Accounts ist kostenlos.

Um Dokumente qualifiziert signieren zu können, müssen Sie sich gegenüber dem Diensteanbieter D-Trust einmalig identifizieren. Diese Identifizierung ist kostenpflichtig. Die Kosten hierfür sind abhängig von der von Ihnen gewählten Identifizierungsmethode und abhängig vom gewählten Tarif. Nähere Tarifinformationen und Preisdetails entnehmen Sie dem detaillierten Preisblatt. Als Identifizierungsmethode stehen eID und Video-Ident zur Verfügung. Verfügt Ihr Konto in arveo secom über Mitbenutzer, können auch diese nach Ihrer Buchung die Signaturintegration mit ihrem eigenen sign-me Account nutzen. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Produktseite. Vertrauen Sie auf die Expertise von EITCO und profitieren Sie von einer nahtlosen Integration der Signaturprozesse in Ihre Geschäftsabläufe. Sie benötigen Unterstützung? Kontaktieren Sie uns gerne über unser Kontaktformular.

Hier ist Ihr IT-Projekt in den besten Händen

Bevor wir beginnen IT-Lösungen zu entwickeln, die Ihre Geschäftsprozesse intelligent und effektiv verbessern werden, nehmen wir uns die Zeit für ausführliche und persönliche Gespräche.